Sonntag, 17. Oktober 2010

Herbstzeit

Nachdem gestern der letzte schöne Tag war, hab ich mich entschlossen einmal im Herbst meinen Hausberg - die Petzen – ganz ohne Schi zu erklimmen. Da schon für Nachmittag unfreundliches Wetter vorhergesagt war, hüpfte ich schon früh aus den Federn und machte mich mit Viktor meinem Mountainbike auf den langen einsamen Weg. Von Eberndorf aus ging es über Globasnitz und Feistritz ob Bleiburg zur Talstation der Petzten. Von dort aus begann der Anstieg über die Familienabfahrt. Bald hab ich mir gedacht, dass die Schotterstraße irgendwie langweilig ist und hab mich mit Igor auf die rote Abfahrtspiste begeben. Nach nur wenigen Höhenmetern musste ich leidvoll feststellen, dass ich nicht überall wo ich im Winter mit meinen Andreas Hofer Tourenschi rauf komme, auch im Herbst mit Viktor raufkomme. In der ersten etwas steileren Passage hat mich Viktor etwas unsanft abgeworfen und anschließend sich einige Höhenmeter raufschieben lassen. Die letzten Höhenmeter hab ich dann wehmütig auf der blauen Familienabfahrt raufgetreten. Angekommen bei der Bergstation hab ich mich schnell umgezogen und mich auf den Weg Talabwärts begeben. Wenn ich schon die rote Piste nicht rauf geschafft habe, muss ich es mir auf dem Rückweg beweisen und natürlich die schwarze Piste hinunter. Und wieder musste ich leidvoll erfahren – überall wo ich im Winter mit Leichtigkeit hinunter komme – kommt man mit Viktor nicht runter. Bis zur Hälfte des Steilhangs hab ich es geschafft, bevor mich Viktor zur Abwechslung wieder unsanft abgeworfen hat. Ich wäre ja wieder aufgestiegen, nur hatte es Viktor ohne mich sehr eilig und ist ganz alleine die zweite Steilhanghälfte runter geflogen. Der Rest der Abfahrt ging dann ohne weitere Komplikationen, obwohl ich noch einige knifflige Passagen zu überwinden hatte. Bis ich so Downhillfahren kann wie die Jungs in den einschlägigen Red Bull Videos wird es wohl noch einige Jahrzehnte dauern – aber wer weiß vielleicht lerne ich es doch schneller als angenommen.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Training auf Russisch

Gestern hab ich quasi auf freiwilliger Basis eine etwas unfreiwillige russische Kamikaze Trainingseinheit absolviert.
1.) Erster Teil Laufen: Im Rahmen eines gescheiten Lauftrainings muss man sich übergeben ansonsten war es kein gescheites Lauftraining – so ein Spruch einer bekannten Spitzensportlerin – klein Constance nimmt das Ganze wörtlich und übergibt sich kurz vor dem Ende des vorletzten Intervalls. Eine ausführliche Analyse ergab, dass es nicht unbedingt optimal ist vor einem schnellerem Lauftraining Kaffee mit Milch in Unmengen runter zuschütten. Weiteres wurde analysiert, dass ein wunderbarer Hirschbraten mit Rotkraut und Kroketten nicht unbedingt die optimale Vorbereitungskost für ein Tempotraining ist.
2.) Der Zweite Teil des russischen Kamikazetrainigs bestand aus Klettern. Nach dem klein Constance endlich, nach unzählig gescheiterten Versuchen, die rote Kletterstrecke mit Überhang (ohne Schummeln - schwöre!) erklommen hat, schwebte sie zur Abwechslung wieder einmal im siebenten Himmel und unternahm einen nicht ganz freiwilligen Flugversuch, der Sie in nur wenigen hundertstel Sekunden auf den harten und schmerzhaften Boden der Realität zurück brachte.
3.) Beim dritten Teil resignierte klein Constance - warum bloß?

Samstag, 9. Oktober 2010

Auf anderen Terrain unterwegs


Nachdem ich eine doch etwas sehr hartnäckige Verkühlung nur durch die Einnahme von Antibiotika vertreiben konnte – darf ich mich jetzt seit einigen Tagen wieder Bewegen – und dass tut richtig gut. Diese Woche war ich ein wenig laufen und das Hallenbad habe ich auch nach sehr langer Abstinents wieder einmal  besucht. Heute stand Mountainbiken und Klettern am Programm. Locker ging es auf die Klagenfurter Hütte, wo wir die Teilnehmer des Kosiak Löwens anfeuerten und bewunderten. Der Kosiak Löwe besteht aus 12 km bergaufbiken und anschließend ist noch per Pedes der Gipfel zu erklimmen. Keine leichte Angelegenheit. Nach einer gemütlichen Abfahrt begaben wir uns noch zum Klettern – meine neue Freizeitbeschäftigung. Es macht richtig Spaß und ist einfach ein anderes Ganzkörpertraining das ganz schön reingeht. Morgen wird nochmals das wunderbare Herbstwetter ausgenutzt und das Mountainbike ausgepackt um eine kleine Tour zu starten.

Samstag, 2. Oktober 2010

Mittwoch, 22. September 2010

Über Sünden und noch andere Dinge der Welt

Seit nun mehr als 3 Wochen genieße ich meine „Trainingsferien“ –wobei die erste Woche richtig hart war nix zu tun, die zweite Woche hab ich es auch noch nicht geschafft ganz Ruhe zu geben –aber durch extensives Arbeiten und eine zusätzliche Verkühlung hab ich es jetzt wirklich geschafft 8 Tage kein Fahrrad anzurühren, keine Laufschuhe anzuziehen und der Badeanzug ist nun seit sehr, sehr langer Zeit wieder einmal richtig trocken geworden. Ich genieße die Zeit mit allen Sünden die man sich nur vorstellen kann und werde sicherlich „höllen“ Spaß haben diese wieder abzubüßen. Letztes Wochenende stand der Firmenausflug am Programm – bei dem ich mit ausgezeichnetem Erfolg die Wikingermatura bestanden habe. Nach einer viel zu kurzen Nacht habe ich mich anschließend am Dach der Steiermark, dem Dachstein über dem Abgrund wieder gefunden. Dieses Wochenende darf ich noch einmal so richtig auf den Putzt hauen, bevor ich dann ab nächster Woche beginnen werde mich auf die Saison 2011 vorzubereiten. Das Ziel und die Marschrichtung für 2011 wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag, nach ausführlichen Erörterungen und Diskussionen über Sinn und Unsinn des Leistungsports, unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Einbeziehung der allerbesten, unabhängigen und unbefangenen Berater, definiert.

Mittwoch, 15. September 2010

Ultra FIT Triathlon


 Am Samstag fand der erste Ultra FIT (Familie im Team) Triathlon statt. Organisiert wurde das außergewöhnliche Spektakel von unserem Top Manager Gerhard, die Vermarktung hat unser Top Verkäufer Didi übernommen und für die Sicherheit aller Teilnehmer sorgte unser Herr Elitekriminalinspektor Bene. Geladen, verpflichtet und eingekauft wurden 7 gut ausgewählte und auserlesene Kärntner Familien, zu denen unter anderem auch die Familie Mochar zählte. Eigentlich hatte ich geplant die 200m Schwimmen, 15km Radeln und 2 km Laufen in der hochkarätigen Besetzung des Dreimäderlhauses vom Sonnenweg 8 teilzunehmen. 
 Da die Siegermittlung im letzten Moment abgeändert wurde- hab ich mich dann entschlossen in der noch hochkarätiger besetzten und mit dem Prädikat „besonders selten und sehenswert“ ausgezeichneten "Dreigenerationen Staffel" an den Start zu gehen. Sieger des Ersten Ultra Fit Triathlon wurde nämlich nicht die schnellste Familienstaffel –sondern diejenige die am nächsten zur Mittelzeit herangekommen ist. Am Start für die Dreigenerationenstaffel als Wörtherseefrosch meine Wenigkeit, die Radstrecke wurde von Chrysanta der dritten Generation absolviert und das Laufen übernahm die erste Generation, nämlich meine Mutter – Oma Christl.
 Zum Aufwärmen gab es für alle Teilnehmer über 16 Jahre leckeren Prosecco, die Kinder wurden mit reichlich Zucker in Form von Unmengen Süßigkeiten versorgt . Der Start erfolgte vom Land aus. Die Eliteschwimmer der Familien Thaler, Göschler, Schwingl, Grilz, Zirnig, Leeb und Mochar stürzten sich in die Fluten des Wörthersees. An der Spitze zeichnete sich ein erbitterterer Kampf um die Führungsposition zwischen der Familie Grilz und Mochar ab. Der Kampf endete mit Ausschreitungen im Wasser. Grüne Mamba Zirnig rausche unbemerkt an dem sich prügelnden Führungsduo vorbei und konnte somit als erstes das Wasser verlassen, dicht gefolgt von Mochar und Grilz. In perfekter Art und Weise wurde an die Radfahrer der Familien übergeben. Nach nur kurzer Zeit übernahm die Dreigenerationenstaffel wieder die Führung, die sie jedoch schon nach der ersten von drei zu absolvierenden Runden an die herausragend fahrende  Leebstaffel abgeben musste. Da der Fahrer der Leebstaffel einige Zeit unerlaubterweise die Höchstgeschwindigkeit von 38,8km/h überschritten hat, musste er nach der zweiten Runde in die Penaltybox, wo es hieß eine Banane, 3 Schwedenbomben und ein kleines Bier zu vertilgen. Komplett aus dem Rhythmus gebracht und durch das zusätzlich angefressene Gewicht belastet,  ist es der Leebstaffel nicht mehr gelungen die Dreigenerationenstaffel abzufangen- sodass die Mocharstaffel als erstes auf die Laufstrecke ging. Mit der Geheimwaffe Oma Christl hieß es jetzt für die Dreigenerationenstaffel Zeit zu verlieren. Doch die vom Ehrgeiz getriebene Oma ließ sich nicht bremsen und glühte über die Strecke wie ein Tornado. Oma Christl musste sich nur von der Topläuferin Rosa aus der Leebstaffel geschlagen geben und erreichte als Tageszweite das Ziel – was für den Sieg natürlich viel zu schnell war. Im Gesamtklassement belegte wir einen Platz im Mittelfeld. Der Sieg ging an die Familie Schwingl. 
 Nach dieser Anstrengung wurden alle Teilnehmer mit reichlich Bier, Limo und Gegrillten versorgt. Ich für meinen Teil freue mich schon auf den 2.Ultra FIT Triathlon 2011. Danke an Gerhard, Bene und Didi – war eine super tolle Sache und schreit nach mehr!  

Freitag, 10. September 2010

Saisonbilanz

Ich befinde mich gerade in meiner verdienten Trainingspause und darf auf eine sehr ereignisreiche Saison zurückblicken. Die Trainingssaison startete ich im Herbst 2009 erfolgreich mit einer gescheiten Grippe, die mich gleich mal für rund 4 Wochen trainingstechnisch außer Gefecht gesetzt hat. In der Adventzeit 2009 war ich zu Gast in unzähligen Skigebieten (Obertauern, Sölden, Naßfeld….) und hab mich im Mithüpfen, Tischtanzen und Mitsingen zu den einschlägigen Hüttenhits perfektioniert. Ende des Jahres hab ich dann wieder Besuch vom Ehrgeiz bekommen und startete mit dem Training durch. Der Jänner und Feber standen ganz im Zeichen des Grundlagentrainings, bevor es Anfang März ins erste Trainingslager nach Mallorca ging. Ende März folgte das zweite Radtrainingslager in Novigrad/Istrien und zum krönenden Abschluss entschloss ich mich dann auch noch in der dritten Aprilwoche eine Woche Cesenatico zu beehren. Im April und Mai hatte ich die Möglichkeit zu trainieren wie ein Profi und war auf die Wettkampfsaison 2010 so gut vorbereitet wie noch nie zuvor. Wettkampfmäßig hab ich Anfangs einen Höhenflug mit einem zweiten Platz beim Halbmarathon in St.Veit, dem Sieg inklusive einer tollen Zeit beim Austria Halfron Triathlon am Röcksee sowie einer super Radzeit in der Staffel im Rahmen des Halfironman St. Pölten gehabt- bevor der Kapitalabsturtz in Form eines DNF beim Ironman Klagenfurt kam. Alles war auf diesen Tag ausgerichtet und es gibt wohl nichts schlimmeres als genau an diesem Tag neben den Schuhen zu stehen und die Leistung nicht abrufen zu können. Aber das war nun mal so und ich habe gleich am nächsten Tag versucht nach vorne zu blicken und hab das neue Ziel für 2010 definiert. Das Ziel, die 10 Stundenmarke in Podersdorf zu unterbieten war zwar definiert, doch den Willen und den Ehrgeiz dazu hab ich irgendwo zwischen Schwimmstart und Lendkanal beim Ironman verloren. Tagelang war ich auf der Suche nach dem Willen und den Ehrgeiz und ich spielte immer wieder mit dem Gedanken das ganze Vorhaben einfach bleiben zu lassen und den Sommer in vollen Zügen zu genießen – bis ich dann beim Triathlon in Fürstenfeld sowohl den Ehrgeiz als auch den Willen endlich im betonierten Becken wieder gefunden habe. Plötzlich ging alles wieder leicht von der Hand und ich fühlte mich wieder stark. Top Motiviert stellte ich mich dann an die Startlinie von Podersdorf und es ist einfach gelaufen und ich kann schlussendlich doch noch mit mehr als einem lachenden Auge auf die Saison 2010 zurückblicken. Genau genommen hatte ich eigentlich eine sehr gute Ausbeute bei den Wettkämpfen. Gesamt habe ich 6 Wettkämpfe absolviert, wobei ich zwei Siege( Röcksee, 70.3 St.Pölten Staffel), zwei zweite Plätze (HM St.Veit, Podersdorf) und einen vierten Platz (Fürstenfeld) in der Gesamtwertung des Damenfeldes aufweisen kann. In meiner Altersklasse durfte ich sogar bei jedem Rennen das ich beendet habe ganz oben am Treppchen stehen. Also bis auf meinen kapitalen Ausrutscher beim Ironman kann ich eigentlich auf mich ganz stolz sein und darf hiermit die Saison 2010 offiziell für beendet erklären.
Rückblickend noch kurz zum Trainingsumfang den ich von Oktober 2009 bis Ende August 2010 absolviert habe. Ca. 7000 Kilometer hab ich am Rad verbracht, 1350 Kilometer bin ich laufend unterwegs gewesen und im Wasser habe ich 310 Kilometer runtergespult. Dabei hab ich 65.000 Höhenmeter überwunden und hab rund 550 Stunden aufgewendet. Das Entspricht einem Trainingsaufwand von durchschnittlich 11,5 Stunden pro Woche auf 48 Wochen Training hochgerechnet –vor und Nachbereitungszeiten nicht einberechnet.