Mittwoch, 3. März 2010

Mallorca Tag 3


Wo ist die Sonne geblieben? Grau in grau präsentierte sich heute Morgen das Wetter hier in Can Picafort. Immer wieder regnete es und dem schwarzen Himmel nach entschlossen wir uns am Vormittag erst mal eine Runde Laufen zu gehen. Ich für meinen Teil absolvierte eine lockere Grundlageneinheit entlang dem wunderbaren Platja del Muro. Vom Hotel aus lief ich der Standpromenade entlang durch Can Picafort. Am Ende der Ortschaft beginnt der Pinar de Son Ral –ein wunderbarer Nationalpark durch den einige Weglein führen. Die Laufstrecke führt über tolle abwechslungsreiche Trails wo man schon Passagen mit tieferen Sand vorfindet –aber genauso felsiges Gelände und wieder schöne Wege, also nichts für „Asphaltläufer“. Nach ca. 40 Minuten drehte ich um und lief zurück ins Hotel. Durch den Nationalpark kann man bis in die nächste Ortschaft Son Serra de Marina laufen- was ca. 12 Kilometer sind – da ist man schon, auch wenn man ein guter Läufer –so wie Andi, 2,5 Stunden für die ca. 24 Kilometer unterwegs –da die Laufstrecke vom Untergrund her eben etwas anspruchsvoller ist.

Am Nachmittag machte ich mich alleine auf den Weg mit Igor – mit von der Partie war noch ein sehr guter Trainingspartner –nämlich der Wind –und der zeigte mir heute wieder wo der Bartel den Most holt. Vom Hotel aus fuhr ich Richtung Arta –da dort der Himmel etwas besser ausschaute als in Richtung Alcudia –wo es noch immer tief schwarz war. Nach 14 Kilometer bog ich rechts Richtung Petra ab – immer brav gegen den Wind –und der war so heftig dass ich sogar Bergab kräftig treten musste um vorwärts zu kommen. Wermutstropfen –ich konnte dort sogar einige Sonnenstrahlen genießen.

Von Petra aus ging es weiter nach Santa Margalida und dann weiter wieder nachhause – da der Himmel sich wieder plötzlich ganz dunkelschwarz einfärbte –und ich nicht unbedingt auf Radeln im Regen stehe.

Tagesausbeute 50 km und 430hm am Rad und 13,5 km Laufen.

Mallorca Tag 2


Brrrrr, heute in der Früh war es richtig kalt, nicht dass ich es nicht gewohnt bin –aber irgendwie war ich auf wärmere Temperaturen eingestellt – überhaupt nach dem gestrigen Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück hieß es heute, bevor es wieder raus in die Prärie ging, eine Runde im beheizten 25m Freiluftbecken zu schwimmen. Aufgrund der angenehmen Temperatur des Wassers spielte die niedrige Außentemperatur keine Rolle und wir schwammen ein lockeres Programm mit 2700m.

Zu Mittag machten wir uns dann mit unseren Gefährten auf den Weg. Von Can Picafort aus ging es nach Arta –einem echt netten Städtchen, in dem wir gleich San Salvador, die Festung der Stadt, besichtigten .


Von dort aus ging es weiter zur Ermita de Betlem. Die schmale Straße führt in Bilderbuchserpentinen über den Pas de sa Mellera zu dem Kloster.

Auf dem Weg runter zum Kloster konnten wir wieder ein atemberaubendes Panorama genießen.

Retour ging es wieder das selbe schmale Sträßchen –mitten durch malerische Mandelhaine zurück nach Aratar.

Andi und Sandra fuhren von dort aus direkt wieder zurück ins Hotel. Ich für meinen Teil machte noch einen Abstecher in die Sackgasse die in das Dörfchen Betlem führte. Wieder raus aus der Bucht ging es weiter wieder Richtung Hotel. Ungefähr 8 Kilometer vor Can Picafort bog ich noch einmal links ab und fuhr nach Santa Margalida, weiter ging es über ein kleines Sträßchen nach Muro und von dort zurück nach Can Picafort. Tagesausbeute 103km und 1300 Höhenmeter.

Dienstag, 2. März 2010

Mallorca Tag 1


7:00 raus aus den Federn, Vorhang auf, die Sonne scheint, der Himmel ist blau, die Temperatur schon angenehm –Jawohl – das nennt man einen perfekten Start in ein Trainingslager. Den Radkoffer auf die Terrasse und Igor auspacken –das war meine erste Tätigkeit heute.


Nach einem sehr reichhaltigem Frühstück –das keine Wünsche offengelassen hat –haben sich Sandra und Andy ihre Gäule für die Woche organisiert –sodass nichts mehr einem perfekten Trainingstag im Wege gestanden ist.
Vom Blue Bay Resort in Can Picafort, unsere Heimat für die Woche, führte uns unsere erste Tour nach Cap de Forentor. Über Sa Pobla und Pollenca ritten wir zuerst in das kleine Dörfchen Cala Sant Vincent, welches über eine Sackgasse erreichbar ist.

Die malerische Bucht präsentierte sich bei diesem Prachtwetter natürlich von der besten Seite. Von Cala Sant Vincent ging es weiter zum Cap de Forentor das über einen kleinen Pass, Mirador de la Nau, erreichbar ist. Die 18 km lange Straße auf der Landzunge hinaus ist eine richtige Bilderbuchstrecke und hat alles zu bieten was man sich von einer tollen Insellandschaft nur wünschen kann. Wunderbare idyllische Buchten mit tief türkisen Wasser. Gott sei Dank haben wir keine Neoprenanzüge mitgehabt da wir ansonsten wahrscheinlich eine Runde schnorcheln gegangen wären. Auf dem halben Weg zum Cap lahmte Irgor plötzlich. Wäre ja gelacht wenn es eine Ausfahrt ohne Patschen geben würde.

Professionell wechselten Andy und ich im Wettkampftempo den Schlauch und dann ging es auch schon weiter – immer entlang der tollen Steilküste entlang der Landzunge – und immer grandioser die Aussicht auf das Meer und die Buchten. Nach 60km erreichten wir das Cap der Forentor –der äußersten Spitz der Landzunge. Am Cap befindet sich ein Leuchtturm und eine kleine neu erbaute Festung mit einem Cafe das wir natürlich aufsuchten – denn eine kleine Stärkung haben wir uns zu diesem Zeitpunkt bereits verdient.

Zurück ging es den gleichen Weg auf der Landzunge. Am Mirador de la Nau entschloss ich mich noch schnell rauf auf den Puig del la Pinoa zu fahren – eine weise Entscheidung, denn von da oben hat man einen tollen Blick über die die Gegend in einer 360 Grad Perspektive. Von da oben ging es dann nur mehr bergab und flach über Port de Pollenca, Alcudia und Port Alcudia zurück nach Can Picafort. Nach 104 km und 1370 Höhenmeter stellte ich Igor ins Zimmer, zog meine Laufschuhe an und rannte locker eine Runde zum Strand. Das Abendessen schmeckte natürlich nach einer solchen Ausfahrt besonders gut.

Sonntag, 28. Februar 2010

Die Waffen einer Frau!


Gestern war ich ja Zeitfahrmaschine testen. Da ich zu den sehr anspruchsvollen Radfahrerinnen zähle testete ich gestern die Zeitfahrmaschine Aargon 18 E114 beinhart. Getestet wurde von mir die Steifigkeit, verhalten bei Seitenwind und höheren Geschwindigkeiten, Rollverhalten in der Ebene bei über 40 kmh, Komfort und natürlich Aussehen. Die Zeitfahrmaschine hat alle Tests gut überstanden (wer weiss wie ich fahr, weiss dass das schon was heisst ;) ) und ich stieg vom Rad runter und wusste das passt zu mir. Der Rahmen zählt zwar nicht zu den leichtesten –ist dafür aber sehr steif und stabil. Da ich ja sehr schwer bin und recht viel Kraft in meinen Beinchen hab ist für mich ein robuster, stabiler und steifer Rahmen sehr wichtig. Auf jeden Fall bin ich mit einem super Gefühl und den Worten „ Das wird jetzt meine Waffe“ runter gestiegen. Der Rahmen wurde gleich in meiner Größe, wie schon erwähnt XS, bestellt. Die Zeitfahrwaffe wird mit SRAM bestückt, als Hinterrad kommt eine Xentis Mark 1 rauf und vorne wird es voraussichtlich eine Zipp 303 oder 404 werden. Der Rahmen wird voraussichtlich ende März –also gerade Richtig zu meinem Geburtstag- geliefert –sodaß ich dann ab April mit der neuen Waffe trainieren kann.

Freitag, 26. Februar 2010

Biomechanik die Erste


Ziel dieser Woche war es, endlich mit Hilfe vom Radflüsterer Raimund Pucher eine gute, passende Zeitfahrposition zu finden- in der ich mich einerseits wohlfühle und wieder meine Kraft auf die Straße bringen kann. In den letzten zwei Jahren habe ich enorme Probleme mit der Kraftübertragung auf dem Zeitfahrrad gehabt- da der Rahmen einfach nicht zu mir gepasst hat – bzw. der Rahmen ganz einfach viel zu groß war. Im Jahr 2008 brachte ich auf dem Zeitfahrrad nicht viel zusammen und ich konnte es mir nicht erklären warum ich trotz offensichtlicher Leistungssteigerung auf dem Rad nicht schneller wurde. Letztes Jahr schickte mich schließendlich mein Coach Rene zu Raimund Pucher – dem Biomechniker in Sachen Zeitfahrposition in Österreich schlecht hin. Schnell stellte er fest, dass die Rahmengröße nicht optimal für mich ist – trotzdem versuchte er meine Sitzposition durch einige Veränderungen zu optimieren. Mit Erfolg – meine Radleistungen konnten sich schon mehr sehen lassen – aber ich habe natürlich gemerkt, dass da noch viel mehr drinnen ist. Speziell konnte ich mich noch an die Sitzposition auf dem Quintana Roo -mit dem ich auch auf Hawaii war, erinnern und wusste dass ich da einfach meine vorhandenen Kräfte gut auf die Straße brachte. Leider hatte der Rahmen einen Materialdefekt und dich bekam anstatt eines Quintana Roo Rahmens der Größe S einen M- Kuota Rahmen. Ich hab damals zwar nachgefragt ob es sicher ein M-Rahmen sein muss –und mir wurde mittgeteilt dass bei meiner Größe von 1,76m es unbedingt ein M-Rahmen sein muss. Großer Irrtum – denn eines hab ich von Raimund Pucher gelernt –die Rahmengröße hat nicht unbedingt etwas mit der Körpergröße zu tun. Man muss sich immer die Proportionen anschauen – aber noch wichtiger ist es, sich anzusehen wie jemand auf dem Rad sitzt. Ich für meinen Teil sitze immer sehr weit hinten im Sattel und hab einen nicht unbedingt einen langen Oberkörper. Also ist es bei mir wichtig dass der Rahmen ein eher kurzes Oberrohr hat. Genauer gesagt haben wir festgestellt, dass ich einen Rahmen mit einer Oberrohlänge von ca. 50cm brauche. Nach vielen messen an mir und einstellen auf der „Italienerin“ konnte Raimund Pucher dann schließlich ins Radgeschäft fahren und den von mir gewünschten Rahmen ausmessen. Ich war sehr erleichtert als er mir mitgeteilt hat, dass der Rahmen in der Größe von XS für mich von der Geometrie her passt. Ja, ein XS Rahmen bei einer Körpergröße von 1,76m – weil eben die Körper Größe nicht immer für die Rahmengröße ausschlagegebend ist –sondern wie und wo wird die Kraft vom Sportler auf das Rad und in weiterer Folge auf die Strasse übertragen – und da ist jeder Sportler individuell.
Morgen fahre ich nun das Material testen – damit ich in der kommenden Saison auch absolut keine Ausreden mehr haben kann. Material testen bevor es dann bestellt wird ist ein genau so wichtiger Punkt wie die Geometrie. Es nutzt mir ja auch nichts wenn ich jetzt zwar die optimale Rahmengröße gefunden habe – das Rad bestelle und dann draufkomme, dass mir das Material nicht zusagt. Ich bin aber sehr zuversichtlich dass ich mich morgen auf die mir noch unbekannte Radmarke raufsetzt und das Material meinen Ansprüchen entspricht. Devise ist natürlich – aushalten muss das Rad schon was –weil streicheln tu ich meine Hasen zuhause.

Sonntag, 21. Februar 2010

Kaiserwetter die Zweite


Gestern noch grauslichstes Regen und Schneewetter –trotzdem hab ich brav draußen trainiert –darauf folgte heute die Belohnung – Kaiserwetter und was mach ich bei einem solchen Wetter – natürlich „aufe aufn Berg“.
Da es vorige Woche auf der Koralm so schön war, beschlossen wir (Bene, Didi, Uschi und ich) nochmal die gleiche Tour zu gehen. Vorteil der Route ist, dass man durchgehend in der Sonne geht und die Tour absolut Lawinenungefährlich ist. Obwohl die Sonne strahlte und sich uns wieder ein wunderbares klares Panorama präsentierte, war es heute alles andere als gemütlich am Gipfel. Starker eiskalter und stechender Wind wehte da oben, sodass wir und nach einer sehr kurzen Pause uns gleich wieder auf den Weg hinunter machten.
Wochenausbeute: 9,1km Schwimmen, 80 Kilometer Ergo, 33,5km Laufen, eine Skitour dazu noch eine Prise Krafttraining, Stabilisierung und Strechtching.

Samstag, 20. Februar 2010

Igor hat neue Patschen!


In einer Woche geht es ja endlich nach Mallorca. Aus diesem Grund habe ich heute meinem treuesten Weggefährten beim Radtraining neue „Patschen“ verpasst. Die rosa Felgen passen ihm sehr gut und lassen sein außerordentliches „steifes“ und robustes Wesen etwas femininer wirken. Damit kann ich super stylisch die Insel unsicher machen und hoffentlich viele Kilometer „runterspulen“.