Sonntag, 7. März 2010

Letzter Tag Mallorca


Wehmütig bin ich heute aus den Federn gestiegen. Leider ist die Woche viel viel zu schnell vergangen und ich muss heute gegen Abend schon wieder ins Flugzeug steigen und nachhause fliegen. Trotz allem muss der Tag noch ausgenutzt werden. Nach dem Frühstück zog ich meine Laufschuhe an und drehte eine lockere Laufrunde ,nochmals durch den wunderbaren Nationalpark.
Es ist wirklich ein Genuss zwischen den Dünen, Pinien und Latschenähnlichen Gewächsen herumzulaufen –dazu die stetige Brise der Meerluft und heute wieder wunderbarer Sonnenschein. Nach dem einstündigen Lauf ging es dann noch ein letztes Mal mit Igor in die weiten der Insel. Vom Hotel aus fuhr ich der Küste entlang nach Alcudia und weiter nach Port Pollenca. Da mich am ersten Tag die Aussicht von Mirador de la Nau und dann von Puig del la Pinoa so fasziniert hat –bin kurzer Hand noch mal da rauf gefahren.

Oben am Puig della Pinoa ist am Gipfel ein Turm auf den man raufsteigen kann –was ich natürlich heute noch machte. Dort oben hat man einfach einen tollen Rundumblick und da die meisten nur bis zum Mirador de la Nau und dann gleich weiter nach Formentor fahren ist man da oben auch eher alleine und kann das Ganze so richtig genießen.
Zurück ging es über Port Allcudia, wo ich mir noch einen Kaffe genehmigte –bevor ich im Hotel Igor wieder in seinen Koffer packte und mich fertig für die Abreise machte

Mallorca Tag 6


Eigentlich wollte ich heute noch einmal die mallorcinischen Berge unsicher machen –doch das Wetter spielte leider nicht das gewünschte Programm. Vom Bungalow aus habe ich ja einen Guten Blick in die Berge und die waren heute morgen nicht zu sehen, da sie mit tief schwarzen Wolken verhangen waren. Also machten wir uns auf den Weg ins Landesinnere - immer der Sonne nach. Vom Hotel aus ging es nach Santa Margalida, weiter nach Petra, San Joan und Montuiri. In Montuiri haben wir dann auch unser Etappenziel erblickt.
Vor uns sahen wir die mallorcinische Koralm, nämlich den Puig de Randa – und dort mussten wir natürlich rauf.
Ein super 5km langer Anstieg geht hinauf auf den Hügel wo sich eine Radarstation (deshalb mallorcinische Koralm) sowie die Kirche Santuari de Cura befindet.
Weiteres hat man von da oben einen tollen Rundumblick über die Insel.
Über Algaida, Pina, Loret de Vista Alegre, Sineu, Maria de la Salut und Santa Margalida ging es wieder retour nach Can Picafort. Unterwegs waren wir 107km mit 1155hm.

Freitag, 5. März 2010

Mallorca Tag 5 - Königin der Berge


Da das Wetter für Samstag eher bescheidene Aussichten verspricht, hab ich mich entschlossen heute auf die Königsetappe zu machen. Also ab in die Berge –bzw. in die Berg bin I gern.

Da ich unbedingt nach la Sa Colabra wollte machte ich einsam in der Früh auf den Weg. Sandra und Andi wollten sich nicht so quälen und schickten mich also alleine los. Von Can Picafort gings über Sa Pobla und Pollencia rauf in die Berge. Über 20 Kilometer geht es immer leicht ansteigend rauf nach Monasterio und weiter mit einigen kurzen Abfahrten und Anstiegen bis zur Abzweigung nach Sa Colabra. Hier geht es noch 2km Bergauf bis dann eine tolle 9,5km lange Abfahrt über Serpentinen in die Bucht führt.
Das Wetter Zog immer hin und her und es war die ganze Zeit knapp davor zu Regnen –doch wenn Engel auf der Straße sind –regnet es nicht – und ich blieb tatsächlich trocken. Bei der Abfahrt runter nach Sa Colabra war es ziemlich frisch – und ich wollte mich zu diesem Zeitpunkt selbst ohrfeigen, da ich meine Regenfüßlinge im Hotel gelassen habe. Meine Füße sind mehr oder weniger abgefroren – aber ich dachte mir halt die ganze Zeit -alles was ich da runter fahr darf ich wieder rauf treten und da wird es mir schon wieder warm werden.
Die Bucht ist sehr entzückend und über einen Fußgängertunnel kommt man in eine weitere Bucht.

Nach einer kurzen Pause ging es dann wieder rauf auf den Hügel. Die 9,5km Serpentinenstraße ist super raufzufahren –genau das richtige für mich.
Retour fuhr ich die super tolle – super ausgebaute Abfahrt hinunter nach Serva.
Einfach nur ein absoluter Genuss –da runter –auch wenn es mir wieder echt kalt war. In Serva bog ich links Richtung Campanet ab und zischte nach Sa Pobla. Von dort fuhr ich zum Port Alcudia wo ich noch einen tollen Bikladen aufsuchte und mir richtige Füßlinge besorgte –damit ich nie wieder kalte Füßchen hab. Gefahren bin ich heute 135km mit 2250hm.

Mallorca Tag 4


Heute Nacht habe ich mir zu meinem kuschligen Pyjama noch zusätzlich meine lange Jogginghose angezogen und einen zusätzlich warmen Pullover –da es in unserem Bungalow ganz schön frisch war. In der Früh stand eigentlich um 8.00 Uhr Schwimmen am Programm –doch das Ganze haben wir kurzerhand auf Nachmittag verschoben –da es uns ganz einfach viel, viel zu kalt war. Die Lufttemperatur war um acht Uhr bei ca. 6 Grad –und das ist sogar mir zu kalt um im Freien zu schwimmen –auch wenn das Wasser schön warm ist. Im Gegensatz zu gestern präsentierte sich das Wetter heute wieder mit Sonnenschein und blauem Himmel – es nützt schon was wenn man immer brav aufisst. Nachdem die Lufttemperatur sehr rasch anstieg –sattelten wir unsere Pferde und machten uns auf den Weg. Unsere Route führte uns heute über Arta nach Cala Rajada.

Am Cap de Capdepera genossen wir wieder eine tolle Aussicht.

Über Capdepera ging es weiter nach Son Servera.

In Son Servera bogen wir rechts Richtung Norden nach Arta auf ein malerisches Sträßchen ab.

In Arta angelangt haben wir uns dann auch schon eine Kaffepause an einem sehr sonnigen Plätzchen verdient. Wunderbar in der Sonne bei angenehmen Temperaturen Kaffee und Kuchen zu genießen –so lasst es sich leben.

Von Arta aus ging es wieder retour bis zur Abzweigung nach Petra. Von dort aus fuhr en wir die gleiche Strecke wie gestern – nur mit einem etwas zügigerem Tempo. Besser gesagt hat mir Andi gezeigt wer der Meister ist und hat mich auf der welligen Strecke ganz schön gefordert – aber Gott sei Dank nicht umgebracht. Gefahren sind wir 110km mit 1135hm. Da es am Nachmittag temperaturmäßig sehr angenehm war –absolvierte ich noch eine lockere Schwimmeinheit mit 3km.

Mittwoch, 3. März 2010

Mallorca Tag 3


Wo ist die Sonne geblieben? Grau in grau präsentierte sich heute Morgen das Wetter hier in Can Picafort. Immer wieder regnete es und dem schwarzen Himmel nach entschlossen wir uns am Vormittag erst mal eine Runde Laufen zu gehen. Ich für meinen Teil absolvierte eine lockere Grundlageneinheit entlang dem wunderbaren Platja del Muro. Vom Hotel aus lief ich der Standpromenade entlang durch Can Picafort. Am Ende der Ortschaft beginnt der Pinar de Son Ral –ein wunderbarer Nationalpark durch den einige Weglein führen. Die Laufstrecke führt über tolle abwechslungsreiche Trails wo man schon Passagen mit tieferen Sand vorfindet –aber genauso felsiges Gelände und wieder schöne Wege, also nichts für „Asphaltläufer“. Nach ca. 40 Minuten drehte ich um und lief zurück ins Hotel. Durch den Nationalpark kann man bis in die nächste Ortschaft Son Serra de Marina laufen- was ca. 12 Kilometer sind – da ist man schon, auch wenn man ein guter Läufer –so wie Andi, 2,5 Stunden für die ca. 24 Kilometer unterwegs –da die Laufstrecke vom Untergrund her eben etwas anspruchsvoller ist.

Am Nachmittag machte ich mich alleine auf den Weg mit Igor – mit von der Partie war noch ein sehr guter Trainingspartner –nämlich der Wind –und der zeigte mir heute wieder wo der Bartel den Most holt. Vom Hotel aus fuhr ich Richtung Arta –da dort der Himmel etwas besser ausschaute als in Richtung Alcudia –wo es noch immer tief schwarz war. Nach 14 Kilometer bog ich rechts Richtung Petra ab – immer brav gegen den Wind –und der war so heftig dass ich sogar Bergab kräftig treten musste um vorwärts zu kommen. Wermutstropfen –ich konnte dort sogar einige Sonnenstrahlen genießen.

Von Petra aus ging es weiter nach Santa Margalida und dann weiter wieder nachhause – da der Himmel sich wieder plötzlich ganz dunkelschwarz einfärbte –und ich nicht unbedingt auf Radeln im Regen stehe.

Tagesausbeute 50 km und 430hm am Rad und 13,5 km Laufen.

Mallorca Tag 2


Brrrrr, heute in der Früh war es richtig kalt, nicht dass ich es nicht gewohnt bin –aber irgendwie war ich auf wärmere Temperaturen eingestellt – überhaupt nach dem gestrigen Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück hieß es heute, bevor es wieder raus in die Prärie ging, eine Runde im beheizten 25m Freiluftbecken zu schwimmen. Aufgrund der angenehmen Temperatur des Wassers spielte die niedrige Außentemperatur keine Rolle und wir schwammen ein lockeres Programm mit 2700m.

Zu Mittag machten wir uns dann mit unseren Gefährten auf den Weg. Von Can Picafort aus ging es nach Arta –einem echt netten Städtchen, in dem wir gleich San Salvador, die Festung der Stadt, besichtigten .


Von dort aus ging es weiter zur Ermita de Betlem. Die schmale Straße führt in Bilderbuchserpentinen über den Pas de sa Mellera zu dem Kloster.

Auf dem Weg runter zum Kloster konnten wir wieder ein atemberaubendes Panorama genießen.

Retour ging es wieder das selbe schmale Sträßchen –mitten durch malerische Mandelhaine zurück nach Aratar.

Andi und Sandra fuhren von dort aus direkt wieder zurück ins Hotel. Ich für meinen Teil machte noch einen Abstecher in die Sackgasse die in das Dörfchen Betlem führte. Wieder raus aus der Bucht ging es weiter wieder Richtung Hotel. Ungefähr 8 Kilometer vor Can Picafort bog ich noch einmal links ab und fuhr nach Santa Margalida, weiter ging es über ein kleines Sträßchen nach Muro und von dort zurück nach Can Picafort. Tagesausbeute 103km und 1300 Höhenmeter.

Dienstag, 2. März 2010

Mallorca Tag 1


7:00 raus aus den Federn, Vorhang auf, die Sonne scheint, der Himmel ist blau, die Temperatur schon angenehm –Jawohl – das nennt man einen perfekten Start in ein Trainingslager. Den Radkoffer auf die Terrasse und Igor auspacken –das war meine erste Tätigkeit heute.


Nach einem sehr reichhaltigem Frühstück –das keine Wünsche offengelassen hat –haben sich Sandra und Andy ihre Gäule für die Woche organisiert –sodass nichts mehr einem perfekten Trainingstag im Wege gestanden ist.
Vom Blue Bay Resort in Can Picafort, unsere Heimat für die Woche, führte uns unsere erste Tour nach Cap de Forentor. Über Sa Pobla und Pollenca ritten wir zuerst in das kleine Dörfchen Cala Sant Vincent, welches über eine Sackgasse erreichbar ist.

Die malerische Bucht präsentierte sich bei diesem Prachtwetter natürlich von der besten Seite. Von Cala Sant Vincent ging es weiter zum Cap de Forentor das über einen kleinen Pass, Mirador de la Nau, erreichbar ist. Die 18 km lange Straße auf der Landzunge hinaus ist eine richtige Bilderbuchstrecke und hat alles zu bieten was man sich von einer tollen Insellandschaft nur wünschen kann. Wunderbare idyllische Buchten mit tief türkisen Wasser. Gott sei Dank haben wir keine Neoprenanzüge mitgehabt da wir ansonsten wahrscheinlich eine Runde schnorcheln gegangen wären. Auf dem halben Weg zum Cap lahmte Irgor plötzlich. Wäre ja gelacht wenn es eine Ausfahrt ohne Patschen geben würde.

Professionell wechselten Andy und ich im Wettkampftempo den Schlauch und dann ging es auch schon weiter – immer entlang der tollen Steilküste entlang der Landzunge – und immer grandioser die Aussicht auf das Meer und die Buchten. Nach 60km erreichten wir das Cap der Forentor –der äußersten Spitz der Landzunge. Am Cap befindet sich ein Leuchtturm und eine kleine neu erbaute Festung mit einem Cafe das wir natürlich aufsuchten – denn eine kleine Stärkung haben wir uns zu diesem Zeitpunkt bereits verdient.

Zurück ging es den gleichen Weg auf der Landzunge. Am Mirador de la Nau entschloss ich mich noch schnell rauf auf den Puig del la Pinoa zu fahren – eine weise Entscheidung, denn von da oben hat man einen tollen Blick über die die Gegend in einer 360 Grad Perspektive. Von da oben ging es dann nur mehr bergab und flach über Port de Pollenca, Alcudia und Port Alcudia zurück nach Can Picafort. Nach 104 km und 1370 Höhenmeter stellte ich Igor ins Zimmer, zog meine Laufschuhe an und rannte locker eine Runde zum Strand. Das Abendessen schmeckte natürlich nach einer solchen Ausfahrt besonders gut.